Informationen & Planungshinweise

Sie möchten sich den Traum von einem Kamin oder Kachelofen erfüllen? Kein Problem, ich helfe Ihnen gern dabei. Folgendes sollten Sie bei der Planung eines Kamines beachten: Wenn Sie eine bestehende Immobilie besitzen und der Kamin oder Ofen soll nachträglich eingebaut werden, fragen Sie bitte zuerst den ortsansässigen Bezirksschornsteinfegermeister . Er kann Ihnen alle Fragen rund um den Schornstein beantworten. Gern übernehme ich das auch für Sie.   

Ermittlung des Schornsteinquerschnittes
Ihr Kamin soll richtig funktionieren und gut ziehen? Hierfür benötigt man einen nach DIN 4705 berechneten Schornsteinquerschnitt. Bei einem zu kleinen Schornsteinquerschnitt kann es passieren, dass Rauchgase in den Raum zurückschlagen. Bei einem zu großen Schornstein ist die Gefahr der Schornsteinversottung gegeben. Das heißt, Ablagerungen aus dem Rauchgasen setzen sich als Glanzrußbildung in dem Schornstein fest. Es kommt zur Versottung und es kann zu einem Schornsteinbrand kommen. Bei gemauerten Schornsteinen schlägt Feuchtigkeit durch das Mauerwerk.

Anschlusshöhe und Anschlußwinkel
Durch eine genaue Angabe der Anschlußhöhe (ab Oberkante Fertigfußboden bis Oberkante Rauchrohr) und des Anschlußwinkels können Sie problemlos Ihren Kamin oder Kachelofen an den vorhandenen Schornstein OHNE zusätzliche Kosten anschliessen! So kann der Keramikstutzen (T-Formstück) gleich in richtiger Höhe vom Bauunternehmer eingebaut werden. Einen nachträglichen Anschluss an einen Systemschornstein kann nur durch einen Fachmann erfolgen. Es ist jedoch möglich, sich durch eine Kernbohrung einen Anschluß in den Systemschornstein fräsen zu lassen. (Zusatzkosten ca. 200 bis 300 €uro).

Zusätzliche Verbrennungsluftzufuhr
In einem Kamin oder Kachelofen wird heute sehr viel Technik eingebaut. Zum Beispiel stehen unsere Heizeinsätze auf vier verstellbaren Gewindefüßen. Um die Standfestigkeit zu gewährleisten zu können sollte deshalb die Positionierung je nach Bauweise des Ofens festgelegt werden. Bei Häusern ohne Keller kann der Frischluftkanal gleich mit eingegossen werden. Der Durchmesser richtet sich nach der geplanten Anlage und dessen Größe des Feuerraumes.

Externe Verbrennungsluftzuführung
Nach den heutigen Richtlinien der Niedrigenergiehäuser ist es Vorgabe, die Kamine und Kachelofenanlagen mit einer externen Verbrennungsluft zu versorgen. Das heißt, die Verbrennungsluft muß entweder durch die Aussenwand oder aus dem Keller (mit Kanal zur Aussenwand) direkt an das Heizgerät angeschlossen werden.

Kontrollierte Be- und Entlüftung bei Passivhäusern
Bei der Verbrennungsluftzuführung ist darauf zu achten, dass sich ein direkter Anschluß für die externe Verbrennungsluft am Heizgerät befindet. Nur so ist zu gewährleisten, dass eine direkte Lufteinspeisung möglich ist und keine Rauchgase ist das Lüftungssystem eindringen können. Achten Sie bei der Auswahl von Ihrem Kamin oder Kachelofen auf das Zeichen "RAUMLUFTUNABHÄNGIG". Bei Raumluftabhängigen Feuerstellen ist eine Unterdrucksicherheitsabschaltung (USA) oder ein Luftcontroller zwingend erforderlich. 

Küche mit motorisierter Dunstabzugshaube
Um auch hier einen Unterdruck zu vermeiden, müssen auch hier technische Sicherheiten eingebaut werden.
1. Fensterkontaktschalter.
Das heißt, Ihre Dunstabzugshaube geht erst dann in Betrieb, wenn Ihr Fenster auf Kipp steht.
2. Eine andere Lösung ist ein Thermoschalter in der Abgasführung. Dieser sendet Temperaturinformationen zum Kontaktschalter der Abzugshaube, wenn die Temperatur im Rauchrohr über 50 °C liegt wird der Kontakt unterbrochen.
3. Oder Sie bauen sich in die Aussenwand (z.B. über den Hängeschränken der Küche) einen Luftaustauschkasten ein. Sprechen Sie mit Ihren Küchenhändler oder Ihren Schornsteinfeger!
Es gibt aber auch schon Dunstabzugshauben mit einem Rohr- im- Rohr System. In der Mitte wird die verbrauchte Luft ausgeblasen und an den Seiten wieder angesaugt- Umluft

Das Problem entsteht bei Dunstabzugshaube mit UMLUFT nicht!!! Der Vorteil - Sie sparen viel Energie/ Heizkosten, weil die warme Luft nicht aus den Räumen gezogen wird.

Aussparung der Fußbodenheizung
Das durchschnittliche Gewicht einer Kamin oder Kachelofenanlage beträgt ca. 600 - 800 kg! Dieses Gewicht ist für eine Fußbodenheizung (Fbhz) zu hoch. Außerdem müssen Sie vielleicht auch mal bei einer Undichtigkeit an die Fbhz. Um nicht die gesamte Ofenanlage abreißen zu müssen, empfiehlt sich auch hier die Aussparung unter der Anlage. Sparen Sie die Fbhz großzügig aus, weil die meisten Fbhz heute mit Einzelraumsteuerungen versehen werden. Bei einer zu intensiven Strahlung, fährt die Fbhz zu weit runter.

Verbundestrich unter der Anlage
Unter der geplanten Anlage muss der schwimmende Estrich aus statischen Gründen durch einen Verbundestrich ersetzt werden. Das heißt, es wird die Trittschalldämmung entfernt. Der Verbundestrich wird dann auf gleiche Höhe wie der schwimmende Estrich gegossen. ACHTUNG!!! Zwischen dem Schwimmenden und dem Verbundestrich muß eine Dehnungsfuge eingebracht werden. Das ist notwendig, um spätere Risse im Bodenbelag und im Estrich zu vermeiden. Bei Mehrfamilienhäusern (Eigentumswohungen etc) muss ein extrodierter Kork oder ähnliches Material Styrodor als Trittschall eingearbeitet werden.

Brandschutzvorbereitungen bei Fertighäusern
Hier müssen genaue Abstände nach der deutschen Feuerverordnung eingehalten werden. Bei Beheizung durch die Fertighauswand und bei einer Rauchrohrdurchführung muss ein mindestabstand von 20 cm um die wärmeleitenden Teile eingehalten werden. Wärmeführende Teile (Rohre) müssen zuerst mit einer mind. 3 cm Steinwolle isoliert werden. 
Alle brennbaren Wände müssen speziell gedämmt werden.

Brandschutzvorlagen bei brennbaren Böden
Hier gilt nach Feuerschutzverordnung

- nach Vorn = Sockelhöhe +  30 cm mindestens aber 50 cm.
- zur Seite = Sockelhöhe + 20 cm mindestens aber 30 cm.

Statische Berechnung bei Holzbalkendecken
Bei ortsfesten Anlagen auf Holzbalkendecken empfiehlt es sich, einen Baustatiker mit einer statischen Berechnung für die Belastung der Decke zu beauftragen. Generell muss bei einer Balkendecke ein min. 7 cm hoher Betonsockel gegossen werden. Dieser sollte die Maße der Anlage haben, um später den Sockel nicht mehr sehen zu können. Man kann aber auch den Dielenboden nach Maßvorgabe ausschneiden. Das Dämmmaterial muss entfernt werden, dann kann der Beton mit einem AKS Gitter eingebracht werden. Verankerungen zwischen dem Mauerwerk und den Sockeln mittels Gußeisen ist empfehlenswert und dient als zusätzliche statische Verankerung.

Wanddurchbrüchen bei Fremdbeheizungen
Diese sollten so positioniert werden, dass sie über der Wischleiste und oben unter der Ofendecke angebracht werden. Somit ist eine perfekte Zirkulationswärme gegeben und man kann mit wenig Aufwand viele Räume gleichzeitig beheizen. Dieser Aufwand läßt sich schon nach wenigen Wochen rechnen und es lohnt sich wirklich!!! 

Sie haben weitere Fragen oder haben Interesse an einen Beratungstermin , dann sprechen Sie mich einfach an.

zurück


Diese Seite weiterempfehlen: